Eines der wichtigsten Werkzeuge der Menschen ist die Kommunikation, ohne die womöglich die Evolution, ohne uns auch nur zu berühren, an uns vorbeigezogen wäre.
Somit ist Kommunikation der Wegbereiter für eines der wichtigsten Punkte im Leben von uns allen, und zwar für die Entwicklung
- in unserer Persönlichkeit 
- im Berufsleben
- im Familienleben
- in der Partnerschaft
- in Konfliktsituationen
- in sehr persönlichen Lebenskrisen
ganz egal wie lange diese auch andauern.
An dieser Stelle will ich einen Schritt weiterdenken und die Hypothese aufstellen, dass jedes Individuum ein Anrecht auf Lebensprobleme und Lebenskrisen hat, ohne die eine Persönlichkeitsentwicklung nie stattfinden könnte. Somit sind besondere und außergewöhnliche Lebenssituationen ein wichtiger Nährboden für eine persönliche und individuelle Entwicklung.
Die Aussage: „ Wir gehen gestärkt aus der Krise heraus!“ hört sich sehr gut an.
Und jeder, der diesen oder ähnlichen Satz schon einmal in seinem oder ihrem Leben gedacht bzw. ausgesprochen hat, weiß um die Schwierigkeit und Langfristigkeit solcher Krisenprozesse und der damit verbundenen Prozessentwicklung.
Jeder -aber auch jeder Mensch- verfügt über eigene Ressourcen, um die Krisenzyklen im Laufe des Lebens gut zu überwinden, um nicht zu sagen, zu überleben, um anschließend mit neuen Erkenntnissen daraus hervorzugehen.
Nur manchmal und an einigen Stellen des Lebens brauchen wir auch eine Unterstützung, das heißt, andere Menschen, die uns helfen, uns selbst zu reflektieren, uns selbst zu spiegeln, damit wir uns und der Situation gerecht werden können und somit eine Lösung für uns in unserem jeweiligen Lebenskontext finden.
Familiengespräche sind eine therapeutische Methode mit einem systemischen Denkansatz und einem Handlun
gseinsatz. Der Blick ist auf das Zusammen-wirken von Individuen in ihrem Umfeld, Lebenskontext und ihren Beziehungen gerichtet. Familien, Gruppen und Institutionen sind lebende Systeme, deren Entwicklung in Bezug auf Wachstumsprozesse wie auch in Krisen und Konfliktsituationen nach System und Regeln verlaufen. Individuen entwickeln Symptome als spezifische Anpassungsleistungen. Das systemische Arbeiten bietet die Möglichkeit, Zusammenhänge zwischen Handlungsabläufen und Störungsmustern zu diagnostizieren. Hier werden die Ressourcen eines Systems bearbeitet und Lösungen realisiert.
Zitat aus dem Skript zum Buch: Selma
„ Wir brauchen andere Menschen so wie wir uns selbst brauchen. Menschen, in denen wir uns selbst sehen können, damit wir wissen, wer wir wirklich sind. Ich befürchte, dass wir ansonsten das Risiko eingehen, nicht komplett zu sein, weil uns die restliche Identität fehlt.“

